Rohrleitungsbauverband

AUSGABE JANUAR 2012 DER BBR

05.01.2012 -

Leitungsbau

Eigenschaften duktiler Gussrohrsysteme
Vor etwa 150 Jahren wurde in Europa die städtische Versorgungsinfrastruktur für Gas und Trinkwasser beinahe ausschließlich mit Gussrohren aufgebaut. Ein wesentlicher Teil der heutigen Versorgungsnetze stammt noch aus jener Zeit. Über die Jahre hat sich das Gussrohr-System entscheidend weiterentwickelt: Die Herstellverfahren haben sich den gestiegenen Anforderungen an Maßhaltigkeit, Wanddickenverminderung und Wirtschaftlichkeit angepasst. Die Verbindungstechnik wurde sicherer und einfacher.
Autor: Dipl.-Kfm. Ulrich Päßler

Mit dem Torpedo in die Erde
Knapp 10 Kilometer Stahlleitung wurden im Sommer dieses Jahres im Raum Wallersdorf in Niederbayern verlegt, vorbei an Wiesen und Feldern durch landwirtschaftlich sensibles Gebiet, und das genau in der Zeit, in der der Gäuboden (Lössgebiete an der Donau) blüht und die Landwirte ihre Felder bestellen. Die Stahlleitung zur Optimierung der Trinkwasser-versorgung durch die Wasserversorgung Bayerischer Wald WBW konnte verlegt werden, ohne dass Landwirte und Umwelt beeinträchtigt wurden. Denn die ausführenden Unternehmen wendeten das grabenlose Raketen-pflug ver fahren an – ein Novum bei der Verlegung einer Stahlleitung.
Autor: Otto Riedl

Technische Mitteilung Nr. 1/2012 – Technische Regeln im Rohrleitungsbau
Mit Stand vom 31. Dezember 2011 hat der Rohrleitungsbauverband im Folgenden die aktuell gültigen Technischen Regeln im Rohrleitungsbau zusammengestellt.
Autoren: Dipl.-Ing. Martina Buschmann, Dipl.-Ing. Helge Fuchs, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dieter Hesselmann, Dipl.-Ing. (FH) Christoph Kreutz

Bohrtechnik / Spezialtiefbau

Windpark Schlalach: Kosteneinsparung durch Pfahlgründung
Im Brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark wurde 2010 der Windpark Schlalach mit 16 Windkraftanlagen vom Typ E-82 mit einer Leistung von 2,0 MW bei einer Nabenhöhe von je 137 m gebaut. Der Park liefert umweltfreundlichen Strom für rund 20.000 Haushalte. In einer weiteren Ausbaustufe soll der Windpark auf insgesamt 25 Anlagen vergrößert werden. Für die Gründung war ursprünglich der Einbau einer Weich gel sohle vorgesehen. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse bot der Bau einer Unterwasserbetonsohle mit Pfahlgründung jedoch wesentliche Vorteile.
Autoren: Dipl.-Ing. Jochen Rohde, Yvette Hohnschild

Geothermie

Muster-Leistungsbeschreibung zur Herstellung von Erdwärmesondenanlagen
„Vor der Hacke ist es dunkel“ wird oft im Zusammenhang mit Bauwerken gesagt, welche sich unter der Erde befinden und damit quasi unsichtbar sind. Umso wichtiger ist es, dass eine Leistungsbeschreibung bei der Ausschreibung bzw. als Vertragsgrundlage für die Herstellung von Erdwärmesonden „Licht ins Dunkel“ bringt, also klärt, was eigentlich beauftragt wird. Die hier vorgestellte Muster-Leistungsbeschreibung wurde von Vertretern des BWP, der figawa und des WWA Deggendorf erstellt. Sie soll als Arbeitshilfe bzw. Grundlage für eine Ausschreibung bzw. einen Vertrag zur Herstellung von Erdwärmesonden(-anlagen) dienen.
Autoren: Dipl.-Ing. Hannes Berger, Dipl.-Ing. Mario Jahn, Dipl.-Ing. Hubert Graf, Alois Jäger

Trinkwasserversorgung

Rastatt: zentrale Trinkwasserenthärtung mit Kalkmilch
Seit April 2011 ist im Wasserwerk Ottersdorf in der Stadt Rastatt eine moderne Anlage zur Trinkwasserenthärtung in Betrieb. Rund 46.000 Einwohner der Stadt und der umliegenden Ortsteile werden seither mit enthärtetem Trinkwasser versorgt. Neben grundsätzlichen Informationen zur zentralen Enthärtung wird in diesem Bericht insbesondere auf die Schnellentkarbonisierung durch Dosierung von Kalkmilch eingegangen.
Autoren: Dipl.-Ing., Dipl.-Wi.-Ing. Olaf Kaspryk, Dipl.-Ing. Ulrich Kornhaas, Dipl.-Ing. Manfred Brugger

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