Rohrleitungsbauverband

NETZDIENSTLEISTUNGEN FÜR LEITUNGSBAUUNTERNEHMEN

28.02.2011 -
Der Markt für Leitungs-bauunternehmen befindet sich im Umbruch. Während der klassische erdverlegte Rohrleitungsbau in den letzten Jahren mit einem Auftrags-rückgang zu kämpfen hat, eröffnen sich in anderen Bereichen neue Betätigungsfelder. Nachdem viele Städte und Gemeinden in den 1990er-Jahren ihre Stadtwerke an die großen Versorgungsunterneh-men in Deutschland verkauft haben, ist jetzt eine gegenläufige Entwick-lung zu beobachten. So werden auslaufende Konzessionsverträge zum Anlass genommen, die einst privatisierten Strukturen wieder in Eigenregie zu betreiben.


Eine Vorgehensweise, die Bedarf an Leitungsbauunternehmen mit erfahrenen und gut ausgebildeten Fachkräften schafft, denn den entstan-denen Verlust von technischem Fachwissen machen die Netzbetreiber zunehmend durch Kooperationen mit privaten Dienstleistern wett. Unter-nehmen, die Versorgungsanlagen betreiben, müssen über eine perso-nelle, technische und wirtschaftliche Ausstattung sowie eine Organisation verfügen, die die Sicherheit bei Betrieb und Instandhaltung der entsprech-enden Versorgungsanlagen und der technischen Betriebsmittel sicher-stellt. Hierfür müssen die Versorgungsunternehmen unter anderem Bereitschaftsdienste organisieren und unterhalten. Die Anforderungen an die Organisation des Bereitschaftsdienstes sind im DVGW- Arbeitsblatt GW 1200 „Grundsätze und Organisation des Bereitschaftsdienstes für Gas- und Wasserversorgungsunternehmen“ vorgegeben.

Demnach ist die Einrichtung einer Meldestelle und eines Entstörungs-dienstes erforderlich. Gemäß DVGW-Arbeitsblatt GW 1200 ist der Bereitschaftsdienst ständig mit geeignetem Fachpersonal zu besetzen. Dabei ist es die Aufgabe der im Bereitschaftsdienst tätigen Mitarbeiter, jederzeit und unverzüglich Störungen und Hinweisen auf Unregelmäßig-keiten in der Gas- oder Wasserversorgung nachzugehen, um Gefahren zu beseitigen und Schäden zu begrenzen. Zur Unterstützung oder Gesamt-übernahme hat das Gas- oder Wasserversorgungsunternehmen die Möglichkeit, die Aufgaben des Bereitschaftsdienstes auf geeignete Fachfirmen zu übertragen. Dazu müssen die Fachfirmen dem Gas- oder Wasserversorgungsunternehmen ihre fachliche und technische Eignung nachweisen. Dies kann für bestimmte Tätigkeiten durch die Erfüllung von Zertifizierungsanforderungen erfolgen, zum Beispiel nach DVGW-Arbeitsblatt GW 301. Die Auswahl und Überwachung der entsprechenden Fachfirma liegen in der Verantwortung des beauftragenden Gasund/oder Wasserversorgungsunternehmens.

Bei der Erschließung dieses neuen Betätigungsfeldes unterstützt der Rohrleitungsbauverband (rbv) seine Mitglieder – unter anderem mit der in den letzten Monaten vom Arbeitskreis „Netzdienstleistungen“ erarbeiteten 80-seitigen Broschüre „Netzdienstleistungen für Leitungsbauunter-nehmen“. Die Broschüre, die im Februar dieses Jahres auch im Vulkan Verlag (ISBN 978-3-8027-2766-5; 35 Euro inkl. MwSt.) erschienen ist, soll den Unternehmen die vielfältigen Aufgaben der Netzdienstleistungen für die Bereiche Betrieb und Instandhaltung des Gas-, Wasser- und Fernwärmenetzes näherbringen.

Sie können die Broschüre zum Preis von 35,- € beim Vulkan-Verlag bestellen.

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